Chronik

Chronik des Vereins von 1950-2010

Köppern hat den Krieg ohne Zerstörungen überstanden, jedoch haben die Kriegsfolgen und die Flüchtlingsbewegungen tiefe Spuren hinterlassen. Langsam kehrt in einem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld die Normalität zurück. In dieser Zeit treffen sich die Hundefreunde und Gründungsmitglieder Otto Henrici, Ernst Roth, Georg Kraus, Heinrich Knörr, Walter Eimicke, Robert Wolf, Heinz Eife und Heinz Winter, als einzig noch lebender zur Arbeit mit ihren Hunden. Auf der Suche nach einem passenden Gelände kommen sie mit den Rosbacher Hundefreunden überein, sich auf der Mitte der Strecke am Beinhards Hof zu treffen und in Rosbach an der Kiesgrube mit der gemeinsamen Ausbildung zu beginnen. Schon nach kurzer Zeit machen sich die Köpperner selbständig und verlegen ihre Übungsstunden an die "Rentnerbank". Das Gelände ist jedoch sehr uneben, und die Hundefreunde erhalten von der Gemeinde Köppern die Genehmigung, auf dem Fußballplatz am Schnürriemen zu üben. Jetzt reifte der Gedanke, einen eigenen Verein zu gründen. Im November 1950 wird im Cafe Winter der Schutz - und Gebrauchshundeverein Köppern (SGV) gegründet.

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In kürzester Zeit gelingt es der kleinen Gründergruppe, andere Hundefreunde für den Verein zu begeistern. Eine ordentliche Satzung wird erstellt, um Mitglied im Hundesportverband Rhein-Main zu werden. Auf der ersten Jahreshauptversammlung des Vereins, am 24. Februar 1951, wird der Beitritt beschlossen. Nach wie vor ist die Standortfrage nicht zufriedenstellend geregelt. Eine dauerhafte Nutzung des Fußballplatzes durch die Hundesportler ist konfliktgeladen,und sie müssen sich wieder nach etwas anderem umsehen.

Auf dem Köpperner Rathaus weiß man Rat und bietet das Gelände am Schnürriemen, unterhalb des Fußballplatzes, an. 1952 wird der Übungsplatz mit vereinten Kräften neu gestaltet. Doch nicht nur der Platz ist wichtig, auch Hürden, Springwand, Verstecke und Schutzkleidung für den Figuranten (Helfer im Schutzdienst) müssen beschafft werden. Dies ist nur durch Eigenarbeit möglich, handwerkliche Fähigkeiten und Geschicklichkeit sind gefragt und so werden die Voraussetzungen für eine umfassende Arbeit mit den Hunden geschaffen. Schnell werden die angestrebten Ausbildungsziele erreicht und die Hunde zu Schutz- und Gebrauchshunden erzogen. Leistungsnachweis sind Schutzhundprüfungen I bis III. Die Krönung der Ausbildung besteht darin, besonders gut ausgebildete Hunde zur Suche nach Personen einzusetzen. Für solche Sondereinsätze sind mutige Hunde und fährtensichere Suchhunde gefragt. Auch die Unterstützung der Polizei bei ihren Aufgaben durch den Einsatz gut ausgebildeter Hunde ist ein wichtiges Ausbildungsziel.

Trotz aller Erfolge hat der Verein 1958 noch immer kein Dach über dem Kopf.

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Das Glück ist dem Verein hold - was dem einen sein Lottogewinn, ist dem anderen sein Vereinshaus. Ein Frankfurter Lottokönig erwirbt für den Verein sein erstes Vereins-"Häuschen". Am Standort der heutigen Köpperner Post, bauen die Vereinsmitglieder das Behelfsheim ab. 1960 feiert der Verein im Saal "Ludwig" - Ecke Kielstraße./ Wingertstraße - sein 10-jähriges Jubiläum. 1961 muss der Hundeplatz wegen Tollwut zeitweise gesperrt werden. Im Jahr 1963 erhält der Verein seinen Wimpel. Zum Gedenken an das früh verstorbene Gründungsmitglied Ernst Roth kämpfen die besten SchH III Hundesportler seit diesem Jahr um den "Ernst Roth-Gedächtnispokal". Der Verein beteiligt sich erfolgreich im SchH-Sport an regionalen Wettkämpfen in Bad Vilbel, Echzell, Schwanheim, und Oberursel. Dabei überzeugt er durch seine Leistungen. Als Höhepunkt wird der Köppernpokal ausgetragen.

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Köppern wird 1972 ein Ortsteil der neu gegründeten Stadt Friedrichsdorf. Dies verhilft den Fußballern zu einem neuen Sportplatz. Der SGV erhält zu seiner großen Freude den Zuschlag für die Nutzung des alten Sportplatzgeländes einschließlich des Fußballerhäuschens. Der Platz darf eingezäunt werden. Helmut Sauer erreicht in Verhandlungen mit der Stadt, dass dem Verein der Schulpavillon bei der alten Schule in Köppern überlassen wird. In mühsamer Arbeit muss der Pavillon abgebaut und auf dem Vereinsgelände neu errichtet werden.

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Um die Kosten so gering wie möglich zu halten, geschieht dies alles in Eigeninitiative. Viele Mitglieder opfern ihre gesamte Freizeit dem Wiederaufbau. Der Erfolg kann sich bis heute sehen lassen. Das alte Holz-Vereins-haus wird 1975 verkauft. Mit Freude nimmt der Verein seine sportlichen Aktivitäten wieder auf.

1981 wird erstmals die Kreismeisterschaft der Schutzhunde auf dem Vereinsgelände aus-getragen.

Der wirtschaftliche Aufschwung und die Entwicklung zur Freizeitgesellschaft verändern in den 80ziger und 90ziger Jahren auch die Rolle des Hundes. Er wird immer mehr zum Familienhund. Hunderassen werden zu Modeerscheinungen. Polizei und andere Behörden bilden ihre Hunde selbst aus und der Wunsch, keinen Beißer oder Raufbold zu haben, bringt immer mehr Hundehalter mit ihren Vierbeinern verschiedenster Rassen in unseren Verein. Zu den alljährlichen, geselligen Höhepunkten des Vereinslebens zählen die Faschingsfeier, das Sommerfest, die Teilnahme am Bachfest, das Oktoberfest und die Weihnachtsfeier.

Über die Gruppenstunde, die regelmäßig Sonntagvormittag angeboten wird, finden neue Mitglieder den Zugang zum Verein. Die Idee des Breitensports wird geboren und beschert dem Verein insbesondere in den Jahren 1990 bis 1994 einen beachtlichen Mitgliederzuwachs auf über 400 Personen. Maßgeblich an der Einführung des Turnierhundesports ist Lu Ament beteiligt, der auch die ersten Geräte baut. In dieser Zeit wird der zweite Übungsplatz für den Breitensport eingerichtet und damit das sportliche Angebot wesentlich erweitert.

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1994 ist der Verein erstmals Gastgeber der Kreis- und Landesmeisterschaften im Turnierhundesport. Die Jugendarbeit und die Teilnahme an Turnierhunde-Sportwettkämpfen auf Kreis- und Landesebene schaffen die Voraussetzung für die Erfolge unserer Jugendlichen bei den deutschen Meisterschaften im Turnierhundesport 1998. Hannes Kraft (13 Jahre) wird in seiner Altersklasse Deutscher Meister im Vierkampf. Im Combination-Speed-Cup (CSC) erringt unsere Jugendmannschaft Simone Weiner, Annika Welter und Hannes Kraft den fünften Platz. Im Vorfeld der deutschen Meisterschaften konnten diese Sportler bei den Landesmeisterschaften in Seeheim und bei den Kreismeisterschaften jeweils erste Plätze belegen. Erstmals wird ein CSC-Turnier in Köppern ausgetragen. Im Mai 1999 tritt der Verein auf der Gewerbeschau in Friedrichsdorf auf und präsentiert mit Vorführungen in Agility, Schutzhundesport und Turnierhundesport ein breites Leistungsspektrum rund um den Hund.

2000 hat der SGV Köppern e. V. eine Premiere: Er führt im Rahmen der 50-Jahr-Feier sein erstes Agility-Turnier mit mehr als 80 Teilnehmern aus ganz Deutschland durch.

Im neuen Jahrtausend erweitert der Verein unter der Leitung von Werner Janshen zügig sein sportliches Angebot, was ihm einen stetigen Mitgliederzuwachs beschert.

Turnierhundsport und Agility haben ihren festen Platz im sportlichen Programm des Vereins. Der Schutzhundsport nennt sich nun Vielseitigkeitssport (VPG) und richtet jeweils im Frühjahr und Herbst Begleithund-, Fährtenhund- und VPG-Prüfungen aus. Im Jahr 2006 hält Obedience als weitere Sportart Einzug in den SGV. Somit ist der SGV Köppern e. V. einer der wenigen Vereine im Hunde-Sport-Verband-Rhein-Main, der die vier vom VDH (Verband des deutschen Hundewesens) anerkannten Hundesportarten anbietet. Jedes Jahr locken mehrere bedeutende Turnierhundsport- und Agility-Wettkampf-Veranstaltungen, seit 2008 auch Obedience-Prüfungen, eine beträchtliche Menge Hundesportler mit Hunden aller Rassen und Mischungen aus der gesamten Bundesrepublik Deutschland nach Köppern.

Der Verein trägt durch seine umfassende und kompetente ehrenamtliche Ausbildungstätigkeit ganz erheblich zur Akzeptanz der Hunde in unserer Gesellschaft bei. Dieser Verdienst basiert auf einem weit gefächerten und modernen Übungsbetrieb, der viele Vereinsmitglieder anspricht und rege Beteiligung erfährt. Neu hinzugekommen sind Welpenspielstunde, Welpenerziehung, Junghundetraining, Theorieunterricht, Themenabende und ebenfalls die Jugendgruppe, in der Kinder und Jugendliche gezielt gefördert werden. Spaß mit dem Hund bieten Jux-Turnier, Sommerfest, seit 2009 das Sommer-Jugendzeltlager und die beliebte Nachtübung. Die Geselligkeit wird durch den Faschings-Kräbbelkaffee und das Oktoberfest betont. Zwei Arbeitstage pro Jahr unterstreichen die Solidarität der Mitglieder mit ihrem Verein. Das Jahr wird mit der zur Tradition gewordenen und immer sehr gut besuchten Weihnachtsfeier im Vereinsheim abgeschlossen.

Der Ehrenvorsitzende Helmut Sauer, der sich gemeinsam mit seiner Ehefrau Hannelore schon seit über 50 Jahren im SGV engagiert, begrüßt jeden ersten Sonntag des Monats die neuen Mitglieder und informiert ausführlich über den Verein.

Im Jubiläumsjahr 2010, in dem der SGV Köppern e. V. sein 60-jähriges Bestehen feiert, gehört er zu den großen Vereinen im HSVRM, dem Hunde-Sport-Verband-Rhein-Main.

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